Das Hörfest 2010 ist vorüber; hier finden sie eine Nachschau in Form einer Photogalerie.
12. März
Text, Musik Improvisation mit Projektion / Lesung / Stimme, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug / "Feldstärken" für Analogsynthesizer / "N + 1 Dimension" - Akkordeon und Saxophon / "Weissagungen" - Sprachinstallation / "ICHT II" - Stimme, Elektronik und E-Bass /
13.März"mehr, ein wenig" - Violine, Cello, Orgelpfeifen und Live Elektronik / "zeitecht 33" - Klavier, Violine und analog Synthesizer / "Un..." - Solo Flöte / Stück für Sprecher, Computerstimme, Textprojektion / "Luftzirkulation"
E-Gitarren, Ventilatoren und Schlagzeug / "Konzert für Altsaxophon und Midi - Orchester in D - Dur" / "Nero Lento" - Violinistin und Zuspielung / "Mono - Dialogue for two flutists"
Buffet: Anita Krispel und Doris Dreier
Willkommen zum 7. Hörfest
Lange Nächte der neuen Musik am 12. und 13. März im Forum Stadtpark, Graz.
Komposition, Improvisation, Sprache,
bietet das Hörfest heuer in eigenwilligen Kombinationen.
LiteratInnen, KomponistInnen, Bands und SolistInnen stellen sich programmatisch
in Beziehung und spannen den Bogen vom Ton zum Wort.
Das Hörfest ist der Versuch systematisch aktuelle Präsentationsformen zeitgenössischen Musikschaffens zu hinterfragen und Ausnahmekünstlerinnen
aus allen Richtungen in Zusammenhang zu bringen. Hören und Erleben.
Der Freitagabend des Festivals setzt Wort und musikalische Ausdrucksformen zueinander in Beziehung. Um die Mitte des Abends, eine Lesung des Autors
Ferdinand Schmatz, kreisen Improvisation von Thomas Lehn auf analogem Synthesizer, Sophie Reyer mit der Gruppe Taro als Text - Impro Band, sowie komponierter Sprach - Tonfluss von Bernhard Lang und kriechende Rockbrocken von Ader Rebell.
Der Konzertabend wird ab 23 Uhr live in ö1 - Zeitton übertragen, welches dem Hörfest in diesem Jahr in Folge eine lange Nacht der Neuen Musik widmet.
Den Samstagabend eröffnen die wandlungsfreudigen Heifetz.
Es folgen Werke junger Grazer Komponistinnen, Improvisation in zeitgenössischem Kontext, bereichert durch Interpretinnen der freien Impro Szene, einem Solo Stück der Violinistin Tiziana Bertoncini, sowie filigranen bis dicht verwobenen Kompositionen von Steffen Krebber, Matthias Kranebitter und Peter Jakober.
Der Samstag bietet erneut die Möglichkeit die musikalischen Eindrücke, in ausgiebigen Pausen gesellig an Buffet und Bar nachwirken zu lassen.
Freitag: € 8 / Samstag: € 12 (inkl. Buffet) / Beide Tage: € 17
Aufführung von Sophie Anna Reyer(Text) und Taro(Musikalische Improvisation)
Sophie Anna Reyer
Lebenslauf
- Geboren am 20.12.1984 in Wien.
- 2005 Erscheinung des Lyrikbands "geh dichte" (EYE- Verlag).
- Arbeit als Komponistin ("ichsplitter" "ritschratsche" "stopfleber").
- Publikationen in der "kolik", der "perspektive", den "manuskripten", der "tri:edere" sowie den "lichtungen" und in "et cetera". Texte wurden ins Serbische, Polnische und Spanische übersetzt.
- Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2007. Erwerb des Bakk. art. Titels in Komposition 2007.
- 2008 - Publikation der Romane "vertrocknete vögel" (leykam) sowie "baby blue eyes" (ritter).
- Preis der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse 2008.
- 2009 - Uraufführung "Schneewittchenpsychose" im Theater in der Drachengasse.
- 2009 - Österreichisches Startstipendium verliehen vom Bundesministerium für Kunst und Kultur.
vampyrella
ich weiß es wieder
blitze zucken mir im blick wenn ich in den u-bahnen fahr menschenblicke
denen ich auszuweichen versuch ists mir so eingeschossen auf einmal
weiß ich jetzt daher also die träume in denen ich durch tunnels hetz immer
wieder/ schweiß an den schläfen/ einen geschmack nach radiergummi und
pappe am laschen gaumenzäpfchen oder auch als hätt mir wer ein messer
in die speiseröhre reingejagt direkt von der mundhöhle bergab und
kehlkopfstoß und das messer ritzt mir die halsgegend auf/ ganz/ und ich
haste unter autobahnen durch immer wieder und brücken entlang: graffiti
an betonwänden/ labyrinthe aus riesigen rohren entlang eines flusses:
froschgequake/ riechts nach teer und urin da und ich weiß es wieder die
blitze kommen kralln sich fest an meinem geschau und lassens gleichzeitig
nach innen lappen weil: das äußere sticht und in meinen träumen da keuch
ich/ puste/
brabble mir worte zu als atem/ luftgespinst/ fermate und aber ich
versteh den sinn nicht mehr ich sink unter ihren gewichten ach vergiss /salzgeschmack
an den mundecken und die worte nicht mehr zu den bildern passen what a (fuck)

Taro
TARO steht für eine Musizierweise, die im Hier und Jetzt beheimatet ist und dabei mit den vielfältigen Möglichkeiten elektronischer Klangerzeugung und Klangmanipulation arbeitet.
Im Spannungsfeld von Lautsprechern und Klangkörpern, virtuellen und realen Räumen, sowie im Erforschen und Sezieren der Klang-Innenräume entsteht eine Musik, die ihre Hörer durch Unmittelbarkeit zu erreichen sucht.
Der Bogen spannt sich von fragilen Klanglandschaften hin zu raumfüllenden, vielschichtigen wie rhythmischen Texturen.
Das Interesse an einem stetigen Wachstum der klanglichen Sprache, wie auch interdisziplinäre Projekte mit international tätigen KünstlerInnen aus den Bereichen Literatur, Medien, Komposition und Tanz prägen die Arbeit des Ensembles.
TARO wurde 2008 in Wien gegründet.
Joachim Badenhorst : Tenorsaxophon, Baßklarinette, Klarinette
Ingrid Schmoliner : Stimme, Klavier, Präparationen
Matthias Erian : Elektroakustik, Sampling
Martin Schönlieb : Gitarre, Banjo, Präparationen
www.kunstharzlack.net


Lesung
Ferdinand Schmatz
Ferdinand Schmatz, schreibt Gedichte, Prosa, Essays und Hörspiele, lebt und unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 1999 Christine Lavant-Preis. 2004 Georg Trakl-Preis. 2006 H.C. Artmann-Preis. 2009 Ernst Jandl Preis.
Veröffentlichungen (zuletzt):
- Portierisch. Roman (2001)
- tokyo, echo oder wir bauen den schacht zu babel, weiter. gedicht
- (2004) o Durchleuchtung. Ein wilder Roman aus Danja und Franz (2007)
- quellen. gedichte (erscheint Frühjahr 2010)
- Felicitas Leitner und das Gasthaus zur Grenze. Hörspiel, (ORF / Bayerischer Rundfunk 2006)

Stimme, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug
Ader Rebell
"Ader Rebell ist eine äußerst eindrucksvolle Combo, wenn auch bisher für die Öffentlichkeit eher spärlich bekannt: Bis auf einen Beitrag auf einem Schnapsidee Records-Labelsampler gibt’s keine Plattenveröffentlichungen, im Internet waren lange Zeit alles, was man gefunden hat, ein paar auf youtube zubeklickende Demoaufnahmen und Live-Mitschnitte. Konzerte wurden bisher gezählte zwei abgehalten - die dafür ordentlich: Mit einer reduzierten Masse von dem, was man Ur-Energie nennen könnte, werden monumentale Klangmassen nach vorne geschoben. Als Anhaltspunkte möge die Brutalität früher "Melvins" oder von "Mutter" dienen. Dahinter stecken die drei in Wien wohnhaften Herrschaften Franz Cavagno (Gitarre, Gesang), Jürgen Langenberger (Schlagzeug) und Markus Krispel (Bass) (aus "Rokko´s Adventures", Heft #6)"
Textauszug:
SIEHE DADA EUROPE ZYKLOP
FINGER IM MUND
MACHT WANGEN BUNT
FINGER IM KOT
MACHT WANGEN ROT
GEWETZT
ZERSETZT
WAS IST DER FALL
DER VERFALL
DEINE SCHAM WERDE KAHL
UNS ERSCHEINT
DAS WUNDMAL
www.aderrebell.net
"Feldstärken" für Analogsynthesizer
Thomas Lehn
Born in Fröndenberg (Germany) in 1958
Since the early 1980s Thomas Lehn has been working as a author and performer of contemporary music.
After studying recording engineering - piano with Prof. Wilfried Kassebaum - at the Music Academy of Detmold in Germany, studies at the Music Academy of Cologne with Peter Degenhardt and Prof. Klaus Oldemeyer (classical piano) and with Frank Wunsch and Francis Coppieters (jazz piano) completed his academical education. In the 80ies he took part on courses of Studio for pianistic interpretation held by Prof. Jürgen Uhde.
As an interpreting pianist he has played concerts since 1982 - performing both contemporary new music including numerous first performances and traditional composed music of the classical and romantically period.
In 1989 he initiated the chamber ensemble Trio Dario and four years later the Mengano Quartett, performing compositions of the contemporary avant-garde, in particular numerous first performances of comissioned works.
Developed parallel to his work as a pianist, since the early 1990s he concentrates on performing live-electronic music. Rooted in the experience of a wide spectrum of musical fields based on his background as an interpreting and improvising pianist in classical-, contemporary and jazz-music and being involved in numerous other projects like music theatre, dance, multi-media, studio pre-/post-production etc., he has been developing an individual 'language' of electronic music.
The electronic equipment he uses consists of analogue synthesizers of the late 1960s, and since 1994 in particular the EMS Synthi A.
The facilities of this instrument - for example to modify electronic sounds very directly as well as to combine and to control several parameters of the sound synthesis at the same time - allows him to spontaneously act and react in close contact with the various structural degrees of the musical process.
In 2000 his solo album Feldstärken has been released on German label Random Acoustics.
www.thomaslehn.com
"N + 1 Dimension" - Akkordeon: Nikola Djoric und Saxophon: Simon Širec
Wen Liu
Lebenslauf
- Geboren in China, am 04.07.1988
- Seit 2005 lebt in Wien.
- Erster Klavier Unterrich in Alter von 6 Jahren.
- 2003 bis 2004, am Shanghai conservatory, Klavier bei DongMei Liu.
- Seit 2005, mit Klavier-Konzertfachstudium in Wien angefangen, beim Lastzlo Gereb, sowie später bei Alexandra Hermentin am Prayner Konservatorium. seit 2007 Kompositionstudium beim Chritian Minkowitsch am Konservatorium Wien Privatuniversität.
- Seit 2009 die Kompositionstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, bei Clemens Gadenstätter.
- Preisträgerin des Josef Trattner Kompositionswettbewerbes 2009. Sonderpreis für die beste Uraufführung der ' Fondazion Musicale Santa Cecilia Portogruaro' in Italien (2007).
- Uraufführungen u.a. beim Festival Wien Modern, Jeunesse Veranstaltung ''Podium junge Künstlerinnen'', Festival Komponistenmarathon, sowie beim Musik-Festival Grafenegg 2009, mit dem Percussion Solist "David Cossion", unter der Leitung von Tan Dun.
- Kompositionsaufträge u.a. vom CUBE Ensemble (Chicago. USA), vom Signum Saxophon Quartett (Köln, Deutschland), vom Duo Djoric-Luzar ( Minoritensaal,Tulln. Veranstalter : Jeunesse) und dem 'Dance Ability' (Theater des Augenblicks, OFF-Theater ), sowie vom Ensemble Platypus. (Uraufführung im April 2010, Wiener Konzerthaus).
- 2009 zusammen mit Adrian Artacho und Floriane Cottet den Verein 'Neues Atelier' gegründet (Verein für Zeitgenössische Musik und Moderne Kunst), und das Ensemble Neues Atelier - ein Solistenensemble mit Präferenzen in der zeitgenössischen Musik.

"Weissagungen" am Freitag und "Stück für Sprecher, Computerstimme, Textprojektion" am Samstag, letzteres Gesprochen von Urs Klebe
Steffen Krebber
Lebenslauf
geboren 1976, studierte Komposition bei Marco Stroppa und Caspar Johannes Walter an der Musikhochschule Stuttgart. Lebt und arbeitet als Komponist in Wien. 2009 Stipendiat der Kunststiftung BW, Kompositionsauftrag des Thürmchen-Ensembles, Kompositionsauftrag des ensemble]h[iatus mit Unterstützung der Kunststiftung NRW und des deutschen Musikrates.
2008 Konzert mit dem Thürmchen-Ensemble in St. Peter in Köln, Textinstallation beim Künstlersymposium der Kunststiftung NRW im Kunstverein Köln auf Einladung von Manos Tsangaris.
www.steffenkrebber.de
Weissagungen
Einzeln zu begehende Sprachinstallation für einen Raum, eine Platzanweiserin, einen Lautsprecher und einen Beamer (2008)
"ICHT II" - Stimme: Gina Mattiello, Set-Up & Elektronik: Igor Gross / E-Bass & Elektronik: Matija Schellander.
Bernhard Lang
Lebenslauf
- geb. 24.2.1957 in Linz
- Schulbesuch und Musikstudium am Brucknerkonservatorium, Linz.
- Ab 1975 Studium in Graz: Philosophie und Germanistik, Jazztheorie, Klavier, Harmonielehre und Komposition
- 1977-1981 Arbeit mit div. Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur und Pianist.
- Auseinandersetzung mit Elektronischer Musik und Computertechnologie, am IEM Graz
- Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung für Computergestützte Komposition
- ab 2003 a.o.Prof. für Komposition an der Kunstuniversität Graz
- 2008 - Musikpreis der Stadt Wien
ICHT ll
Komposition: Bernhard Lang
Text: Christian Loidl (Fassung für Stimme, E-Bass, Set-up & Elektronik)
in Kooperation mit NeW AiR
Icht II basiert auf der Transkription von geträumten Textfragmenten, die Christian Loidl im Verlauf mehrerer Wochen als gefundenes Material unredigiert gesammelt hat. Ausgangspunkt war mein Wunsch nach einem fließenden, ungerichteten und quasi schwerelosen Text mit frei flottierenden Lesarten.
Diesen Text verarbeite ich zu einem Stück für Sopran und 8 Instrumente (Icht I); Icht II stellt eine freiere Bearbeitung des gleichen Ausgangsmaterials dar, wobei ich den Text in ein Midi-File transformierte, der wiederum als Klavierpartitur verstanden wurde; dieser an sich nahezu unspielbare Text wurde zusammen mit der ersten Aufnahme des Texte auf Band montiert und stellt dort die Sekundärschicht des Stückes dar; in der Primärschicht werden die Interpreten versuchen, die Sekundärschicht live zu verdoppeln (vgl. Messiaens "Reiz des Unmöglichen").

"mehr, ein wenig" - Interpreten: Violine: Tiziana Bertoncini, Cello: Thomas Platzgummer, Orgelpfeifen: Ulrike Silberschneider, Markus Krispel
Peter Jakober
Lebenslauf
- 1977 geboren und aufgewachsen in der Südsteiermark (Österreich).
- Ab 1984 Musikunterricht an der Musikschule in Leibnitz.
- Von 1998 bis 2006 Kompositionsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Georg Friedrich Haas und Gerd Kühr.
- 2004 Bakkalaureat in 'Komposition Musiktheorie' mit Auszeichnung.
- 2006 Magister in 'Komposition Musiktheater' mit Auszeichnung.
Aufführungen
Interpretiert wurden die Werke bis dato durch das ensemble recherche, das Aleph Gitarrenquartett, das Klangforum Wien, das Thürmchen Ensemble Köln, das Ensemble für Neue Musik Graz, das Grazer Orgelpfeifenorchester, sowie MusikerInnen anderer Grazer und Wiener Ensembles. Aufführungen im ZKM Karlsruhe, im Kunstverein Köln, bei den Klangspuren in Schwaz, beim Avantgarde Festival in Schiphorst, dem Festival Sakra!, den Paul Hofhaimer Musiktagen, dem Musikprotokoll im steirischen herbst, wien modern u.a.
Tätigkeiten
- 2003 - 2008: Hörfest Graz: Mitbegründung, Programmgestaltung und Organisation der jährlichen Veranstaltungsreihe im Forum Stadtpark
- 2008/2009: Mitbetreuung von 'compone': Einem Kooperationsprojekt der Medienhochschule sowie der Musikhochschule Köln
- Lebt und arbeitet derzeit in Wien.
www.peterjakober.com
"zeitecht 33" - Klavier: Elisabeth Harnik, Analog Synthesizer: Thomas Lehn, Violine Tiziana Bertoncini
Elisabeth Harnik
Trio
Bertoncini, Harnik und Lehn arbeiteten erstmals beim Austauschprojekt "Styria meets Cologne" 2009 zusammen. Noch im selben Jahr wurde die Zusammenarbeit im Rahmen des Grazer V:NM-Festivals vertieft. Elisabeth Harnik war zudem Gast beim Comprovise-Festival in Köln, welches von Bertoncini und Lehn kuratiert und organisiert wurde.
Das Trio setzt definitiv auf eine Art verbindender Ökonomie, welche die Erfahrungen der Künstler/innen in verschiedensten Bereichen der Gegenwartsmusik auf kompakte, undogmatische Art zu gegenseitiger Befruchtung und Antrieb anreizen kann.
Lebenslauf
Freischaffende Komponistin, Pianistin
Geb. 1970 in Graz. Lebt in Gams/Stmk.
Zunächst klassisches Klavierstudium
Sowohl als Interpretin ihrer Kompositionen als auch als Pianistin und Sängerin in verschiedensten Bereichen der improvisierten Musik begann sie ihre künstlerische Laufbahn.
Studium der Komposition bei Beat Furrer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz folgte.
Tätigkeiten
Ihre Kompositionen waren unter anderem beim Hörfest Graz, den Münchner Opern-Festspielen, im Rahmen des Wiener Mozartjahrs, des Haydn Jahrs oder etwa am Grazer Opernhaus zu hören. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt ein Auslandsstipendium des Landes Steiermark 2010.
Neben ihrer Kompositionstätigkeit ist sie als Improvisationsmusikerin auf nationalen und internationalen Festivals (V:NM-Festival, Ulrichsberger Kaleidophon, Klavierfestival Soundgrube Wien, Musicacoustica Beijing, Beethoven Fest Bonn, Artacts St. Johann, Umbrella Music Festival Chicago, Nickelsdorfer Konfrontationen, Comprovise Festival Köln, u.a.) vertreten.
Zahlreiche Konzertauftritte, Soloperformance, spartenübergreifende Zusammenarbeiten, Cd-Einspielungen u.v.m.
www.elisabeth-harnik.at
"Un..." für Solo Flöte (Petra Music)
Ki Min Suk
"ich verfolge keine Absichten, kein System, keine Richtung, ich habe
kein Programm, keinen Stil, kein Anliegen"
Gerhard Richter
Lebenslauf
- 1979 geboren in Seong Nam in Korea
- 1997-1998 Kompositionsstudium bei Alexandr Simjonovich Leman in Tchaikovsky Konservatorium in Moskau
- Seit 2004 Kompositionsstudium bei Beat Furrer und Klaus Lang an der Kunstuniversität Graz
- Seit 2009 Dirigierensstudium bei Martin Sieghart an der Kunstuniversität Graz
Werkliste
- "unadaptable" für Cembalo
- "white moon" für Flöte und Klavier
- "ekah" für Streichqartett
- Bläserquartett für Horn, Trompette, Posaune, Tuba
- Bläserquintett für Flöte, Oboe, Klarnette, Fagott, Horn
- "jail" für Flöte, Akkorden, Klavier, 4 Violoncello
- "Narcotism" für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompette, Posaune, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass
- "139" für Orchester

"Luftzirkulationen" Besetzung: Arne Glöckner: Gitarre, Patrick Wurzwallner: Schlagzeug, Franz Gurt: Bass/Gitarre, Jürgen Hochsam: Gitarre, Gert Huth: Gitarre
Heifetz
Hintergrund
Heifetz starteten 2005 als experimentelle Hardcore-Band in klassischer Besetzung, gegründet von Dr. Wu (Schlagzeug) und Arrrna Conda (Gitarre).
Seitdem beackern sie das Spektrum des einst abgesteckten musikalischen Feldes, mehr als Arbeitstitel, da die anfängliche Affinität zu Gitarrenbrettern und Drum'n'Bass Gebolze im Duo sie mittlerweile nach Aufbruch der konventionellen Bandstruktur längst auf mehreren Kirtagen gleichzeitig tanzen lässt. Ihre bisherigen Arbeiten umfassen so unterschiedliche Zugänge wie improvisatorische Klangkunst mit Installationscharakter, dunklem Ambient und exponierter Kakophonie ("Vendetta Luftzirkulation").
Sich regelmäßig auf GastmusikerInnen einzulassen und die DNA ihrer Songs in ein modulares Koordinatensystem für
Big Band Performances zu verwandeln macht ihnen große Freude, ebenso die absurde Verdrehung des
reichhaltigen Trash - Fundus tagtäglicher Ausschüttungen unserer Medienlandschaft für die eigene Bandästhetik und der Konterkarierung von Genre - Zuschreibungen und einhergehenden Klischees, was in der Gründung des "Königreichs DOOMSCHLAND" im Oktober 2009 mit inkludiertem Artwork (Nachrichten Magazin "überwachturm"), sowie im Engagement von GastmusikerInnen (nahezu 20 Gastbeiträge) auf die Spitze getrieben wurde.
überhaupt fällt es schwer die Herren aus Graz musikalisch zu verfolgen, bzw. mit eigenen musikalischen Prägungen und Erwartungen zu fassen, da sie in keinem gestreiften Kontext platzhirschen und im Auftritt sich variable musikalische Entwicklungen auffächern.
Die Dynamik bleibt unberechenbar, Lautstärke ist kein Thema, und ihre Intensität gewinnen sie hauptsächlich aus Andeutung und überraschung. Und dahinter immer große Leidenschaft für 's Irreführen und die Sache an sich, welche auch immer das ist?
www.myspace.com/heifetzband
"Konzert für Altsaxophon und Midi - Orchester in D - Dur" - Saxophon: Goran Tudor
Matthias Kranebitter
Lebenslauf
Matthias Kranebitter wurde am 28.Jänner 1980 in Wien geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er in der Musikschule Wien Margareten in Klavier und Klarinette. Nach Abschluss der AHS 1998 begann er vorerst mit dem Studium der Mathematik an der Universität Wien, ehe er ab 2000 an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien inskribierte. Er studierte in der Klasse bei Dieter Kaufmann und später German Toro-Perez Elektroakustische Komposition, in der Klasse Klaus Peter Sattler Medienkomposition und Angewandte Musik, sowie Klavier bei Christiane Karajev.
Nach Abschluss dieser Studien besuchte er ein postgraduales Kompositionsstudium am Conservatorium van Amsterdam im Fach Contemporary Music Through Non-Western Techniques bei Rafael Reina und Kompositionsunterricht bei Fabio Nieder. Seit 2009 lebt und arbeitet er wieder in Österreich und besucht ein weiterführendes Kompositionsstudium an der Universität für Musik in Graz bei Alexander Stankovski.
Homepage

"Nero Lento" - Violinistin und Zuspielung
Tiziana Bertoncini
Lebenslauf
Nach abgeschlossenen Studiengängen in Violine am Konservatorium in Siena und in Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Carrara, arbeitete Tiziana Bertoncini als Interpretin in Orchestern und Kammermusikensembles und für Tanz- und Theaterstücken.
Seit vielen Jahren gilt ihr Interesse der zeitgenössischen Musik. Insbesondere die Praxis der Improvisation spielt für sie eine bedeutende Rolle in ihrer musikalischen Entwicklung, sowohl als Komponistin wie auch als Interpretin.
Der Idee von der 'Personalunion' von Komponist und Interpret - ursprünglich eher verwurzelt in den bildenden Künsten - steht sie besonders nahe. Aufgrund dessen verläuft ihre musikalisch-kompositorische Arbeit parallel mit der Erforschung des Instruments und der Vertiefung der spieltechnischen Fähigkeiten - welche der musikalischen Kreativität dienen (und nicht umgekehrt).
Tätigkeiten
- "Interno immobile" für Trompete, Schlagzeug, Kontrabass und Zuspielband. Auftragskomposition des Festivals Grabenfesttage in Wien in Zusammenarbeit mit dem ORF, 2006;
- "Sciame", elektro-akustische Tonbandkomposition, ausgewählt und aufgeführt beim Women's electro-acoustic listening room (WEALR) Wettbewerb, einer Sektion des Women in New Music, USA 2006;
- "SOSIA, music performance for violinist/figure and space" geschaffen und uraufgeführt in Stúrovo/Párkány (SK) 2008;
- "Panta Rei - Danube time space" audio-visuelle Installation, Stúrovo/Párkány 2008;
- "Panta Rei - K #1: expansion and #2: contraction", Krems 2009;
- "Big brother is watching you - private performances for the watchower guards", Krems 2009.
Sie ist Mitglied des ensemble]h[iatus, das sich mit Interpretation und Improvisation beschäftigt. Als "ensemble in residence" in Ferme de Villefavard im September 2009 realisierte es die eigens in Auftrag gegebene Komposition "Damdaj" von Vinko Globokar, dort uraufgeführt am 19.09.2009.
Von 1996 bis 2001 war sie Gastdozentin bei den in Italien durchgeführten Sommerkursen der New York University. Dort leitete sie Kurse für zeitgenössische Improvisation und für erweiterte Spieltechniken der Violine.
"Mono - Dialogue for two flutists" - 1.Flöte: Petra Music, 2.Flöte: Doris Nicoletti
Yukiko Watanabe
Lebenslauf
Yukiko Watanabe wurde 1983 in Japan geboren und studierte Komposition, Klavier und
Kammermusik an der Toho Gakuen School of Music in Japan. Sie ist Vorsitzende der
"Dojidai Music Association", die 2004 gegründet wurde, um junge MusikerInnen mit
zeitgenössischer Musik vertraut zu machen. Sie organisierte Konzerte, Workshop und eine
Akademie im Rahmen der "Tokyo Wonder Site", die eine weltweite Plattform für
Repräsentationen für Künstler aus aller Welt darstellt. Derzeit studiert sie an der
Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Beat Furrer. 2008 erhielt sie ein
Stipendium von der Nomura Cultural Foundation, im Herbst 2009 ist sie Stipendiatin der
Rohm Music Foundation.
